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Untersuchung von nicht-hormonellen Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) auf nicht-deklarierte anabol-androgene Steroide

-Eine internationale Studie-

Eine vom IOC geförderte Studie des Instituts für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln

Von Oktober 2000 bis November 2001 wurden 634 nicht-hormonelle NEM in 13 Ländern eingekauft. Die NEM stammten von 215 verschiedenen Firmen. Der Großteil der NEM wurde über direkten Einkauf in Fachgeschäften für Sportnahrung (91,2%) in den jeweiligen Ländern und über Bestellung über das Internet (8,2%) erworben. 289 NEN stammten von Firmen, die auch Prohormone verkaufen. 345 NEM kamen von Firmen, die keine Prohormone anbieten. Die Produkte wurden auf 11 verschiedene verbotene anabol-androgene Steroide mittels Gas- Chromatographie/Massenspektrometrie überprüft.

Von den 634 analysierten NEM wiesen 94 (14,8%) NEM positive Befunde für verbotene anabol-androgene Steroide (sog.Prohormone) auf, die nicht auf der Packung deklariert waren. Im Verhältnis zur Gesamtzahl der pro Land gekauften NEM, wurden die meisten positiven NEM in den Niederlanden (25,8%), in Österreich (22,7%), in Großbritannien (18,9%) und in den USA (18,8%) gefunden.

Land Anzahl NEM Anzahl positive NEM Positive NEM in %
Niederlande
Österreich
Großbritannien
USA
Italien
Spanien
Deutschland
Belgien
Frankreich
Norwegen
Schweiz
Schweden
Ungarn
31
22
37
240
35
29
129
30
30
30
13
6
2
8
5
7
45
5
4
15
2
2
1
-
-
-
25,8 %
22,7%
18.9 %
18.8 %
14.3 %
13.8 %
11.6 %
6.7 %
6.7 %
3.3 %
-
-
-
Gesamt 634 94 14.8 %

Laut Kennzeichnung auf dem Etikett stammten die positiven NEM von Firmen aus den 5 Länder, USA, Niederlande, Großbritannien, Italien und Deutschland.
Bei Firmen, die auch Anbieter von Prohormonen sind, waren 21,1% der NEM positiv. Bei Firmen, die keine Prohomone verkaufen, waren 9,6% der NEM positiv.
Die positiven NEM wiesen Konzentrationen von anabol-androgenen Steroiden zwischen 0,01 µg/g und 190 µg/g auf.

Ausscheidungsversuche mit positiven NEM führten zu positiven Dopingbefunden über mehrere Stunden, vor allem für den Nandrolonmetaboliten Norandrosteron.


Quelle: Institut für Biochemie Deutsche Sporthochschule Köln




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